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Warum wir keine Protestanten sind

…sondern Baptisten.

ERSTENS: Protestanten sind Katholiken. Sie sind sozusagen die Coca Cola Light des Katholizismus. Denn ein Protestant ist jemand, der gegen einige Missstände seiner Katholischen Kirche protestiert. Wir dagegen als Baptisten waren nie Teil der Katholischen Kirche. Wir lehnen die Lehre einer katholischen (sprich: allgemeinen, universellen, weltumfassenden) Kirche ab, und glauben stattdessen an das biblische Konzept unabhängiger Kirchen (Plural). Denn die Bibel lehrt, dass das Oberhaupt einer Kirche Christus ist. Wenn also das Oberhaupt Jesus und der „Unterhirte“ der Pastor ist, dann schließt das eine Organisation wie die Römisch-Katholische Kirche und auch sonstige Denominationen aus, in denen es über dem Pastor einer Gemeinde noch weitere menschliche Autoritäten gibt – anstatt Christus selbst:

Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.

Kolosser 1,18
Martin Luther

ZWEITENS: Der Reformator Martin Luther war – soweit wir das aus seinen Schriften schließen können – nicht gerettet und hat zudem die Baptisten (Wiedertäufer) mitverfolgt. Logischerweise werden wir als Baptisten einen Reformator, der wahren Gläubigen gegenüber feindlich gesinnt und noch nicht einmal gerettet war, nicht als ein Vorbild sehen oder gar feiern – wie das leider falsche Baptisten, wie der „Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden“, tun.

Hier ein Zitat aus Luthers Kleinem Katechismus über die Taufe:

Was gibt oder nützt die Taufe?
Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlöst vom Tode und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißung Gottes lauten.

https://www.ekd.de/Kleine-Katechismus-Vierte-Hauptstueck-13472.htm

Aufgrund dieses Zitates und ähnlicher Äußerungen (bspw. aus „Von den Juden und ihren Lügen“), können wir nur sagen, dass Luther matsch-klare Werksgerechtigkeit gelehrt hat. Ein falsches Evangelium: Anstatt Glaube allein, Glaube plus Werke – „Sola Fide“ hätte er ernster nehmen sollen.

DRITTENS: Baptisten sind die wahren Christen, die bis zu den Aposteln zurückreichen. Das behauptet zwar auch die Katholische Kirche über sich selbst, da sie irgendwie ihre Legitimität begründen muss. Aber eine Kirche, die ein falsches Evangelium verbreitet und auf heidnischem Götzendienst basiert, kann unmöglich bis zu den Aposteln zurückreichen.

Die Bibel lehrt, dass Pastoren, Diakone usw. durch Handauflegen und Gebet ausgesandt werden von einem Pastor, der wiederum durch Handauflegen und Gebet ausgesandt wurde. Somit muss es eine durchgängige Linie bis zu den Aposteln zurück geben. Andernfalls gäbe es heutzutage keine einzige legitime Kirche. Gott hat das sichergestellt, da die Bibel lehrt, dass es immer einen Überrest von wiedergeborenen Christen gab und geben wird – und die wurden von staatlichen Organisationen wie der Römisch-Katholischen Kirche verfolgt.

Ich aber habe in Israel siebentausend übrig bleiben lassen, nämlich alle, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor Baal und deren Mund ihn nicht geküsst hat!

1. Könige 19,18
Stanislaus Hosius

Interessant ist, dass sogar Katholiken zugegeben haben, dass es Baptisten (als Sammelbegriff für Christen, die nie Teil der Katholischen Kirche waren) schon weit über tausend Jahre vor ihnen gab. So schrieb Kardinal Stanislaus Hosius (geboren 1504 in Krakau):

Wären die Baptisten in den letzten zwölfhundert Jahren nicht schwer geplagt und mit dem Messer der Verfolgung abgeschnitten worden, würden sie in größerer Zahl als alle anderen wimmeln.

Zitat sinngemäß; Quelle

Sie nun gingen voll Freude vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, Schmach zu leiden um Seines Namens willen;
und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus, dem Christus, zu verkündigen.

Apostelgeschichte 5,41-42

Video zum Thema

Hier eine passende Folge aus dem Podcast „Das zuverlässige Wort“: